Charly - unser Schulhund

  
        
  

Schulische Umsetzung

Unser Schulhund ist seit November 2026 regelmäßig im Einsatz und begleitet Frau Ruppender fast täglich im Unterricht. 
Die Schulkonferenz hat dem Einsatz von Charly zugestimmt, das Schulamt Offenburg ist über den Einsatz des Schulhundes an der Weingartenschule informiert.
Nur Schüler/innen mit Zustimmung der Eltern dürfen mit Charly in Kontakt treten. Die Einverständniserklärung befindet sich im Zesch-Heft der Kinder.
Um Stress für das Tier zu vermeiden, sollten die Kinder nicht in großen Gruppen um den Hund herum stehen und ihn anfassen, sondern erst nach Fragen und einzeln nacheinander den Hund streicheln. Die Kinder werden im Unterricht und in Einzelsituationen auf die Regeln im Umgang mit Charly hingewiesen und immer wieder daran erinnert.               
Um den Hund nicht zu überfordern, werden ihm immer wieder Auszeiten und freie Tage gegönnt und zu stressige Situationen für Charly abgebrochen. Alle am Schulleben beteiligten Personen empfinden den Einsatz von Charly als Bereicherung. Auch Kinder, die Angst vor Hunden haben, legen diese bei Charly schnell ab.                 
Ausführlichere Informationen und die aktuellen Gesundheitsatteste finden Sie in der im März 2026 verfassten Konzeption, die im Rektorat hinterlegt ist.
  

Einzelheiten zum Bereich Schulhunde

  
Ein Schulhund sollte (in Anlehnung an Agsten 2009, www.schulhundweb.de) erfahrungsgemäß folgende Kriterien erfüllen:
  • ruhiges und freundliches Wesen besitzen
  • am Menschen orientiert und interessiert sein und absolut verträglich mit Kindern sein
  • geringe aggressive Ausstrahlung haben und keine Aggressionsbereitschaft zeigen
  • verträglich mit anderen Hunden sein
  • keinen Herdenschutztrieb besitzen
  • Gehorsam zeigen
  • ein ausgeglichenes Wesen besitzen und eine geringe Stressempfindlichkeit haben
  • nicht ängstlich und unsicher sein, sondern Selbstsicherheit und Aufgeschlossenheit ausstrahlen
  • körperlich weitgehend gesund sein
  • keinerlei Beißansätze zeigen
  • nicht bellfreudig sein
  • leicht lenkbar und leinenführig sein
  
Vom Qualitätsnetzwerk Schulbegleithunde erstellte Rahmenbedingungen für die hundegestützte Arbeit in Schulen:
  • art- und tierschutzgerechter Umgang mit dem Hund, Genehmigung durch das Veterinäramt 
  • Zustimmung der Schulleitung
  • Erstellung einer Konzeption für den Einsatz des Teams an der eigenen Schule
  • Information und mehrheitliche Zustimmung der Gesamtlehrerkonferenz
  • Information der Eltern, Schulkonferenz, Klassenpflegschaft
  • Schriftliche Zustimmung der vom Einsatz betroffenen Eltern
  • Information an das Schulamt, das Gesundheitsamt, den Schulträger, den Hausmeister und das Reinigungspersonal
  • versicherungsrechtliche Absicherung des Hundes
  • Hygienevorschriften beachten und einhalten, Hygieneplan erstellen
  • Notfallplan erstellen bei Alarm oder Ausfall der Hundeführerin
  
Vom Hundeführer wird folgendes vorausgesetzt:
  • Nachweis über eine Schulhunde-Ausbildung, optimal wäre auch die Vorlage eines Eignungstests
  • pädagogische Ausbildung
  • theoretisches und praktisches Schulhundewissen und regelmäßiger Besuch von Weiterbildungen, Erstellen einer individuellen Konzeption
  • optimale Beziehung zum Hund, adäquate Versorgung des Hundes und Einbeziehen des Hundes in das Familienleben
  • medizinische Grundversorgung des Hundes gewährleisten und verantworten
  • Einhaltung des Tierschutzgesetzes und artgerechter Einsatz des Schulhundes
  • Beachten von Stresssymptomen und situationsangemessenes Handeln
 

Mathematik:
  • Kostenberechnungen
  • Lagebeziehungen
Sachunterricht:
  • Körperbau und Sinne des Hundes
  • Vergleich von Mensch und Hund
  • Domestizierung des Hundes
  • Erziehung und Haltung von Hunden
  • Körpersprache lesen können
 
 

Sozial:
Regelbewusstsein, Respekt, Rücksichtnahme, Zusammengehörigkeitsgefühl, Pflichtbewusstsein 
Emotional:
Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen, Empathie, Stressabbau, Trost und Zuwendung erfahren, Beruhigung
Sprache:
Gesprächsbereitschaft, Ausbau verbaler und nonverbaler Kommunikation, Verbalisieren von Inhalten
Motorik:
Bewegungskoordination, Motivation zur Bewegung, Koordination
Lern- und Arbeitsverhalten:
Motivation, Konzentration, Aufmerksamkeit, Belohnung durch den Hund erhalten, Ruhe und Entspannung 
Wahrnehmung:
Körper- und Berührungsempfinden, Wahrnehmung von Veränderung/Körpersignalen
Kognition:
Fachwissen, Problemlösefähigkeit, Räumliches Vorstellungsvermögen